Dienstag, 14. März 2017

Texte lesen in der Ergotherapie

Heute durfte ich die Ergotherapie mit gestalten und Texte von mir vorlesen. Ausnahmslos alle waren begeistert. Das hat mich total gefreut. Begonnen hat es mit dem Gedicht Hallo Mutter Erde und Vater Himmel. Dann fragte die Ergotherapeutin, ob ich noch mehr Texte geschrieben habe. Ich meinte ja und sie bat mich, die Mappe mit meinen Texten zu holen. Eine Zimmerkollegin holte mir die Mappe und dann konnte das Vorlesen los gehen.
Ich las auch das Gedicht Angel Love, und die Frühlingsmeditation vor.
Einfach genial, die positiven Reaktionen!

Montag, 13. März 2017

Der wichtige Brief Teil 2

Nochmal zurück zum wichtigen Brief. Wir wollten ihn ja ursprünglich eingeschrieben aufgeben, da wäre der Brief aber erst Dienstagsfrüh angekommen, zu spät, denn morgen beginnt ja schon die Abteilungsklausur. Somit hat Philipp heute einfach so den Brief an unseren Vorgesetzten übergeben. Dieser hat versprochen, dass er ihn heute noch lesen wird. Gut, dass ich den Brief auch noch abgespeichert habe, so kann niemand behaupten, dass es diesen Brief nicht gibt oder was auch immer. Ich bin gespannt, wie es weiter geht.

Was sind wohl "Muniten"? ;-)

Lustig, heute hätte ich mich fast bei einem neuen Posting verschrieben und statt "ein paar Minuten" "ein paar Muniten" geschrieben.
Immer wieder schön, wenn man über sich selbst lachen kann.

Ein Wochenende mit Ausgang

Am Samstag hatte ich Ausgang bis 18 Uhr. Philipp kam tatsächlich nach dem Mittagessen. Zuerst waren wir in den City-Arkaden, diverse Einkäufe erledigen. Dann fuhren wir heim, heim in unsere Wohnung, zumindest für ein paar Stunden, dann musste ich wieder zurück auf die Station. Der Bus hatte Verspätung und so versäumten wir den Anschlussbus zum Klinikum. Philipp rief dort an, dass wir es nicht pünktlich um 18 Uhr schaffen würden, eben wegen dem Bus. War gar kein Problem. Die Stationsschwester meinte sogar, nur nicht stressen, ist schon in Ordnung. Um 20 nach 18 Uhr kamen wir endlich auf der Station an.
Am Sonntag waren Philipp und ich spazieren und wir haben die Sonne genossen. Erst als der kalte Wind so richtig unangenehm geworden ist, sind wir wieder hinein.
Ja, war ein schönes Wochenende.

Samstag, 11. März 2017

Hibbelig...

Ich bin ganz hibbelig, also innerlich aufgekratzt, innerlich unruhig. Ich warte auf den Philipp. Draußen ist ein schöner, sonniger Tag, ich will raus. Einkäufe wollen und müssen wir auch erledigen.  Jetzt gibts dann aber wohl erstmal Mittagessen.

Freitag, 10. März 2017

Der wichtige Brief

Gestern hat mich Philipp wieder auf der Station besucht. Gemeinsam haben wir am iPad einen Brief an meinen/unseren Vorgesetzten verfasst. Philipp war "nur" Unterstützung. In dem Brief geht es darum, dass ich es psychisch nicht mehr schaffe, den Dienst in der Telefonvermittlung zu versehen. Ich schrieb auch, dass ich den Arbeitsplatz gerne behalten würde, nur nicht in diesem Arbeitsbereich Telefonzentrale. Weiters habe ich geschrieben, dass es für mich nur zwei Möglichkeiten gibt:
Entweder 1. Es findet sich doch ein Ersatzarbeitsplatz,
oder 2. Falls es wirklich so sein sollte, dass man für mich keinen geeigneten Ersatzarbeitsplatz hat, würde ich die einvernehmliche Auflösung des Dienstverhältnisses bevorzugen.
Es war für mich kein leichter Schritt diesen Brief zu schreiben, aber je mehr ich mir das alles mit der Arbeit durch den Kopf gehen lasse, desto öfter komme ich zu dem Schluss, dass es eben nur diese zwei Möglichkeiten gibt. Und damit nachher niemand behaupten kann, es wäre kein Brief angekommen, werden Philipp und ich heute den Brief bei der Post eingeschrieben aufgeben. Tja, reden half nicht viel, vielleicht bringt das Geschriebene mehr weiter. Ich habe aber keine Lust, mich jahrelang zu quälen, mit einem Job, der entweder über- oder unterfordernd ist, und der mir zudem gar keine Freude macht. Gerade spüre ich wieder so die Verzweiflung in mir hochsteigen. Aber dann ist da auch wieder das beruhigende Gefühl, dass ich hier im Moment in einem geschützten Rahmen, in der stationären Therapie bin.
Gerade rief mich Philipp an und fragte mich, ob er den Brief nicht doch per Mail an unseren Vorgesetzten weiterleiten solle. Mensch, das hatten wir doch gestern schon so ausgemacht, dass wir den Brief eingeschrieben aufgeben, und jetzt wollte er es doch wieder anders machen, ach, das treibt mich auch zur Verzweiflung!
Nächste Woche, also kommende Woche hat unsere Abteilung Klausur, da wäre mein Thema sicher ein guter Punkt für die Tagesordnung.
Ich habe Tränen in den Augen. Diese verdammte Angst, die Angst, vor negativen Reaktionen auf den Brief. Aber anders geht es nicht. - Es muss eine gute Lösung für alle Beteiligten geben. Trotz der Angst, ich muss/will es durchziehen und den Brief heute abschicken.
Mir kommen die Tränen, ich muss heulen. Finde es gut, dass sich alles lösen möchte und die Seele gereinigt wird.

Das iPad in der Ergotherapie - eine Premiere

Gestern bei der Ergotherapie hatte ich erstmals das iPad im Einsatz. Wir bekamen angefangene Sätze, die wir aufschreiben und fertigstellen, ergänzen mussten. Z.B.:
Wenn ich mehr Energie hätte, dann würde ich...
Die Anderen haben alle mit Stiften geschrieben und ich konnte wunderbar mit dem iPad mitarbeiten. Es ist mir auch leicht gefallen, die Sätze spontan zu ergänzen. - es musste bzw. sollte einfach fließen. Nur 2 Sätze ließ ich unvollständig stehen, da iel mir nix ein.
Soweit der Eintrag zu diesem Thema.

Montag, 6. März 2017

Ausführlicher Eintrag - Heutiger Wochenstart

Es war ein recht ruhiger Wochenstart. Leider plagten mich am Vormittag Kopfschmerzen. Nach der Visite bekam ich ein Mexalen, so konnte ich den restlichen Tag schmerzfrei verleben.
Heute war ich bei der Klang- und der Ergotherapie. Bei der Ergotherapie wurden heute tiefsinnige Geschichten vorgelesen. Eine davon löste bei vielen der Gruppe (auch bei mir) Emotionen aus und die Tränen flossen. Besagte Geschichte hat mir eine Zimmerkollegin am iPad diktiert. Jeder Teilnehmer/Teilnehmerin hat eine Kopie von den Geschichten bekommen. Und als ich wissen wollte, wie man mir als Blinde diese Geschichte zu kommen lassen könnte, bot mir besagte Kollegin eben an, sie mir zu diktieren. Dies hat sie heute, gerade vorhin gemacht und da ich sehr schnell schreibe, waren wir dementsprechend flott fertig.
Nach der Ergotherapie war Visite, da sprach ich eben die Kopfschmerzen an, denn ohne ärztliche Erlaubnis dürfen die Schwestern keine Medikamente rausgeben. Nach der Visite war um 11:30 Klangtherapie, super entspannend mit den vielen schönen Geräuschen, ja, es war spannend und entspannend. ;-)
Um 12 war Mittagessen. Danach war ich mit einer anderen Zimmerkollegin etwas draußen in der Sonne im Park. Danach habe ich es mir im Zimmer bequem gemacht, während jene Zimmerkollegin in die Statt ging. Sie hatte sich Obst mitgenommen und bot mir was davon an. Super, zuerst frische Luft+Sonne genießen, und dann auch noch frische Früchte.
Kurz nach dem Abendessen kam Philipp und brachte mir frische Anziehsachen und ein Paket von meiner Mailbekanntschaft Sandy aus Deutschland. Sie hat mir diverse Reliefs geschickt, z.B. Tierrelliefs. Bin schon gespannt, werde spätestens morgen mal rein schauen. Philipp und ich haben uns dann noch ins Erdgeschoss gesetzt und uns vom Getränkeautomaten was zum Trinken geholt.
Tja, und nachdem mein Schatz wieder weg war, er ist mit dem Taxi nach Hause gefahren, hat mir eine Zimmerkollegin jene Geschichte von der Ergotherapie diktiert. Ich muss mal schauen, ob es diese Geschichte schon im Internet gibt, dann könnte ich sie hier verlinken oder die Geschichte in einen Blogeintrag kopieren/einfügen. Mal sehen. Jetzt mache ich aber erstmal Schluss für heute.

Sonntag, 5. März 2017

Stationärer Aufenthalt und Therapie

Auch Wunden der Seele muss man therapieren. Depressionen sind nach außen nicht immer sichtbar. Ich habe schon alles Mögliche ausprobiert, ambulante Psychotherapie beispielsweise, doch der psychische Druck wurde zu groß. Ich konnte nicht mehr arbeiten gehen, wurschtelte mich von einem Krankenstand zum Nächsten. Dann waren die letzten drei Wochen Krankenstand zu Ende und ich dachte, was nun? Es war für mich viel zu wenig und der Hausarzt kann nicht mehr als 3 Wochen krank schreiben. Da bekam ich einen Tipp, dass man im Zentrum für seelische Gesundheit eine stationäre Therapie machen kann. Am Dienstag bin ich mit einer Vertrauensperson dann hin zum Klinikum in die Psychiatrie. Ich erzählte dort meine Geschichte. Positiv hob ich die Beziehung zu meinem Mann und den Katzen hervor. Schlafen konnte ich auch kaum mehr, nur noch 3 oder 4 Stunden am Stück.
Man konnte es mir ansehen, ich strahlte so eine Unruhe aus. Als wir bei der Anmeldung im Zentrum für seelische Gesundheit waren, brach so vieles aus mir heraus und ich konnte mit dem Heulen nicht mehr aufhören. Ich wurde aufgenommen, und bin auf einer offenen, normalen Station, da ich ja keine suizidalen Absichten habe.
Ich bin auf der ruhigsten Station, die es in dieser Psychiatrie überhaupt gibt, eine Station, spezialisiert auf Depressionen und Burnout. Ich bin mit 4 anderen Frauen im Zimmer und es sind alle sehr nett, man unterstützt sich gegenseitig..
Unter der Woche gibt es diverse Therapien: Ergotherapie, Psychogruppe, Klangtherapie, Entspannung nach Jacobson, etc. Es ist also nicht so, dass mannur im Bett rumliegt, denn es gibt einen klaren Tagesablauf.
6:45 wecken,
07:30 Frühstück,
8:15 Morgenrunde,
12:00 Uhr Mittagessen,
14 Uhr Abschlussrunde,
17:00 Uhr Abendessen
und 21 Uhr Bettruhe.
Bei der Morgenrunde kann jeder mitteilen, welche Therapien er in Anspruch nehmen möchte. Jede/R Patient/In hat einen Therapiepass, in welchem die in Anspruch genommenen Therapien eingetragen werden.
Fazit: Ich bin froh, dass ich diesen Schritt in die stationäre Therapie gegangen bin. Die ambulante Psychotherapie bei der Caritas geht dann nach meinem stationären Aufenthalt wieder weiter.
Das war's vorerst für heute. Werde jetzt dann meinen Schatz anrufen, der mich auch so oft wie möglich besucht, so wie heute. Ich vermisse ihn sehr und auch die Katzis, aber ich weiß, dass dass der Schritt in die stationäre Therapie nötig war und ist. Das versteht er auch. Heute waren wir spazieren und im Krankenhauscafé auf Kaffee/Kakao und Kuchen, war ein schöner Nachmittag. Mit diesen positiven Gedanken beende ich diesen Eintrag.

Wiedermal bloggen... - erster Eintrag im Jahr 2017

Schon ungewohnt, nach so langer Zeit, fast 2 Monate, wieder einmal etwas hier zu schreiben. Es ist der erste Eintrag des Jahres 2017, der letzte war vom 31.12.2016.
Es hat sich etwas geändert. Ich war im Jänner drei Wochen im Krankenstand. Diesmal habe ich rechtzeitig vor dem großen Zusammenbruch die Notbremse gezogen.
Im Laufe der drei Wochen bekam ich von Andrea, einer Hauskrankenhilfe den Tipp, dass man auch im Zentrum für seelische Gesundheit (Klinikum Klagenfurt), stationäre Therapie machen könne.
Am Dienstag bin ich dann mit Andrea dort hin. Mein Krankenstand vom Hausarzt war ja schon abgelaufen, aber mir war/ist klar, ich kann nicht arbeiten, nicht in diesem Tätigkeitsbereich. Für mich stand fest, jetzt war und ist es soweit, für stationäre Therapie. Zu diesem Thema schreibe ich noch einen Eintrag. Ja, jetzt spüre ich schön langsam, dass die Lust auf das Bloggen wieder zurück kommt. :-)

Zufälliger Eintrag aus dem Archiv - es steht die Luft...

Auch diesen Montag wieder, aus der Fülle an Beiträgen, ein Beitrag aus dem Archiv.  Es steht die Luft.