Posts mit dem Label Therapie werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Therapie werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 8. Januar 2018

Ausführlicher Eintrag - mein Motto für 2018

Da ist es nun, noch ganz jung, das Jahr 2018. Jahresvorsätze habe ich keine, aber ein Motto. Ich habe das innere Bild eines kleinen Kindes vor mir, und jedes Kind braucht einen Namen. Nehmen wir an, bildlich/symbolisch gesprochen, dieses neue Jahr ist so ein kleines Kind. Welchen Namen würde es bekommen? - ich persönlich würde dieses Kind, dieses neue Jahr "Selbstfindung" nennen. Jahr der Selbstfindung, das passt gut.
Das Alte, schädliche habe ich hinter mir gelassen. Der derzeitige Aufenthalt in der Reha-Klinik für seelische Gesundheit ist der Beginn eines neuen Abschnitts. Ich bin gespannt, auf 2018, mein persönliches Jahr der Selbstfindung.
Wenn ich nachträglich auf 2017 zurückschaue, welchen Namen, welches Motto hätte es verdient? - vielleicht "Jahr der Selbstfürsorge", weil ich zu mir selbst gestanden bin, eingesehen und mir eingestanden habe, dass es so einfach nicht mehr weitergehen kann. - ja, fühlt sich auch stimmig an.
Diesen Tipp, ein Motto für das Jahr festzulegen, haben wir von einer Therapeutin, der Leiterin der Gruppengesprächstherapie. Es kam kurz das Thema Jahresvorsetze auf, und sie meinte, man muss ja nicht unbedingt Jahresvorsätze machen, es reicht ganz einfach ein Motto für das Jahr festzulegen. Das nur ganz allgemein erwähnt, Details aus der Gruppentherapie gebe ich natürlich nicht Preis, Stichwort Verschwiegenheitspflicht. Die Gruppe soll für alle ein geschützter Rahmen sein, um sich zu öffnen. Wenn, dann schreibe ich ganz allgemein darüber, wenn mich ein Thema aus der Therapie besonders beschäftigt, und dann auch nur mit meinen persönlichen Gedanken. Aussagen/Gedanken von anderen wären nicht angebracht und haben hier keinen Platz. Z.B., das Thema Jahresmotto hat mich in den letzten Tagen sehr beschäftigt, bis ich zum Entschluss gekommen bin, dem Jahr 2018 den Namen/das Motto Selbstfindung zu geben.
Nun komme ich zum Ende dieses ausführlichen, tiefsinnigen Eintrags.

Mittwoch, 3. Januar 2018

Bericht vom Tag, 03.01.2018

Es ist noch so ungewohnt, 2018 zu schreiben. Musste gerade aufpassen, hätte fast 2017 geschrieben.
Heute ging in der Ergotherapie mit dem Korb wieder ein Bisschen was weiter. Heute war die Ergo eine halbe Stunde kürzer, also 1,5 Stunden. Die meisten reden miteinander, während sie basteln, aber ich bin eher die, die still vor sich hin arbeitet. Ich rede meist nur, wenn ich angesprochen werde, oder ich Fragen habe.
Nach der Ergotherapie hatte ich psychologisches Einzelgespräch, dann um 12 Uhr Visite, dann war erstmal Mittagspause.
Um 13:30 Uhr war heute Basisgruppe, und zum Schluss die Wahrnehmungsgruppe. In dieser Gruppe ging es heute um Körperwahrnehmung. Der Therapeut leitete eine Entspannungsübung an, bei der es darum ging, jeden einzelnen Körperteil zu fühlen, so nach dem Motto: Was braucht mein Körper gerade? Möchte er mir etwas mitteilen? Und da bin ich dann so richtig müde geworden, habe gefühlt, ja, was mein Körper jetzt braucht, ist Ruhe. Wäre beinahe weggedöst, musste mich zusammenreißen, um den Worten, dem Übungsablauf noch zu folgen.
Dann war endlich feierabend. Ich bin dem Wunsch meines Körpers gleich nachgekommen, und habe mich ein Bisschen hingelegt. Heute werde ich auch früher ins Bett gehen.
Soweit ein Bericht zum heutigen Tag.

Freitag, 10. März 2017

Das iPad in der Ergotherapie - eine Premiere

Gestern bei der Ergotherapie hatte ich erstmals das iPad im Einsatz. Wir bekamen angefangene Sätze, die wir aufschreiben und fertigstellen, ergänzen mussten. Z.B.:
Wenn ich mehr Energie hätte, dann würde ich...
Die Anderen haben alle mit Stiften geschrieben und ich konnte wunderbar mit dem iPad mitarbeiten. Es ist mir auch leicht gefallen, die Sätze spontan zu ergänzen. - es musste bzw. sollte einfach fließen. Nur 2 Sätze ließ ich unvollständig stehen, da iel mir nix ein.
Soweit der Eintrag zu diesem Thema.

Sonntag, 5. März 2017

Stationärer Aufenthalt und Therapie

Auch Wunden der Seele muss man therapieren. Depressionen sind nach außen nicht immer sichtbar. Ich habe schon alles Mögliche ausprobiert, ambulante Psychotherapie beispielsweise, doch der psychische Druck wurde zu groß. Ich konnte nicht mehr arbeiten gehen, wurschtelte mich von einem Krankenstand zum Nächsten. Dann waren die letzten drei Wochen Krankenstand zu Ende und ich dachte, was nun? Es war für mich viel zu wenig und der Hausarzt kann nicht mehr als 3 Wochen krank schreiben. Da bekam ich einen Tipp, dass man im Zentrum für seelische Gesundheit eine stationäre Therapie machen kann. Am Dienstag bin ich mit einer Vertrauensperson dann hin zum Klinikum in die Psychiatrie. Ich erzählte dort meine Geschichte. Positiv hob ich die Beziehung zu meinem Mann und den Katzen hervor. Schlafen konnte ich auch kaum mehr, nur noch 3 oder 4 Stunden am Stück.
Man konnte es mir ansehen, ich strahlte so eine Unruhe aus. Als wir bei der Anmeldung im Zentrum für seelische Gesundheit waren, brach so vieles aus mir heraus und ich konnte mit dem Heulen nicht mehr aufhören. Ich wurde aufgenommen, und bin auf einer offenen, normalen Station, da ich ja keine suizidalen Absichten habe.
Ich bin auf der ruhigsten Station, die es in dieser Psychiatrie überhaupt gibt, eine Station, spezialisiert auf Depressionen und Burnout. Ich bin mit 4 anderen Frauen im Zimmer und es sind alle sehr nett, man unterstützt sich gegenseitig..
Unter der Woche gibt es diverse Therapien: Ergotherapie, Psychogruppe, Klangtherapie, Entspannung nach Jacobson, etc. Es ist also nicht so, dass mannur im Bett rumliegt, denn es gibt einen klaren Tagesablauf.
6:45 wecken,
07:30 Frühstück,
8:15 Morgenrunde,
12:00 Uhr Mittagessen,
14 Uhr Abschlussrunde,
17:00 Uhr Abendessen
und 21 Uhr Bettruhe.
Bei der Morgenrunde kann jeder mitteilen, welche Therapien er in Anspruch nehmen möchte. Jede/R Patient/In hat einen Therapiepass, in welchem die in Anspruch genommenen Therapien eingetragen werden.
Fazit: Ich bin froh, dass ich diesen Schritt in die stationäre Therapie gegangen bin. Die ambulante Psychotherapie bei der Caritas geht dann nach meinem stationären Aufenthalt wieder weiter.
Das war's vorerst für heute. Werde jetzt dann meinen Schatz anrufen, der mich auch so oft wie möglich besucht, so wie heute. Ich vermisse ihn sehr und auch die Katzis, aber ich weiß, dass dass der Schritt in die stationäre Therapie nötig war und ist. Das versteht er auch. Heute waren wir spazieren und im Krankenhauscafé auf Kaffee/Kakao und Kuchen, war ein schöner Nachmittag. Mit diesen positiven Gedanken beende ich diesen Eintrag.

Zufälliger Eintrag aus dem Archiv - es steht die Luft...

Auch diesen Montag wieder, aus der Fülle an Beiträgen, ein Beitrag aus dem Archiv.  Es steht die Luft.