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Montag, 13. März 2017
Der wichtige Brief Teil 2
Nochmal zurück zum wichtigen Brief. Wir wollten ihn ja ursprünglich eingeschrieben aufgeben, da wäre der Brief aber erst Dienstagsfrüh angekommen, zu spät, denn morgen beginnt ja schon die Abteilungsklausur. Somit hat Philipp heute einfach so den Brief an unseren Vorgesetzten übergeben. Dieser hat versprochen, dass er ihn heute noch lesen wird. Gut, dass ich den Brief auch noch abgespeichert habe, so kann niemand behaupten, dass es diesen Brief nicht gibt oder was auch immer. Ich bin gespannt, wie es weiter geht.
Freitag, 10. März 2017
Der wichtige Brief
Gestern hat mich Philipp wieder auf der Station besucht. Gemeinsam haben wir am iPad einen Brief an meinen/unseren Vorgesetzten verfasst. Philipp war "nur" Unterstützung. In dem Brief geht es darum, dass ich es psychisch nicht mehr schaffe, den Dienst in der Telefonvermittlung zu versehen. Ich schrieb auch, dass ich den Arbeitsplatz gerne behalten würde, nur nicht in diesem Arbeitsbereich Telefonzentrale. Weiters habe ich geschrieben, dass es für mich nur zwei Möglichkeiten gibt:
Entweder 1. Es findet sich doch ein Ersatzarbeitsplatz,
oder 2. Falls es wirklich so sein sollte, dass man für mich keinen geeigneten Ersatzarbeitsplatz hat, würde ich die einvernehmliche Auflösung des Dienstverhältnisses bevorzugen.
Es war für mich kein leichter Schritt diesen Brief zu schreiben, aber je mehr ich mir das alles mit der Arbeit durch den Kopf gehen lasse, desto öfter komme ich zu dem Schluss, dass es eben nur diese zwei Möglichkeiten gibt. Und damit nachher niemand behaupten kann, es wäre kein Brief angekommen, werden Philipp und ich heute den Brief bei der Post eingeschrieben aufgeben. Tja, reden half nicht viel, vielleicht bringt das Geschriebene mehr weiter. Ich habe aber keine Lust, mich jahrelang zu quälen, mit einem Job, der entweder über- oder unterfordernd ist, und der mir zudem gar keine Freude macht. Gerade spüre ich wieder so die Verzweiflung in mir hochsteigen. Aber dann ist da auch wieder das beruhigende Gefühl, dass ich hier im Moment in einem geschützten Rahmen, in der stationären Therapie bin.
Gerade rief mich Philipp an und fragte mich, ob er den Brief nicht doch per Mail an unseren Vorgesetzten weiterleiten solle. Mensch, das hatten wir doch gestern schon so ausgemacht, dass wir den Brief eingeschrieben aufgeben, und jetzt wollte er es doch wieder anders machen, ach, das treibt mich auch zur Verzweiflung!
Nächste Woche, also kommende Woche hat unsere Abteilung Klausur, da wäre mein Thema sicher ein guter Punkt für die Tagesordnung.
Ich habe Tränen in den Augen. Diese verdammte Angst, die Angst, vor negativen Reaktionen auf den Brief. Aber anders geht es nicht. - Es muss eine gute Lösung für alle Beteiligten geben. Trotz der Angst, ich muss/will es durchziehen und den Brief heute abschicken.
Mir kommen die Tränen, ich muss heulen. Finde es gut, dass sich alles lösen möchte und die Seele gereinigt wird.
Entweder 1. Es findet sich doch ein Ersatzarbeitsplatz,
oder 2. Falls es wirklich so sein sollte, dass man für mich keinen geeigneten Ersatzarbeitsplatz hat, würde ich die einvernehmliche Auflösung des Dienstverhältnisses bevorzugen.
Es war für mich kein leichter Schritt diesen Brief zu schreiben, aber je mehr ich mir das alles mit der Arbeit durch den Kopf gehen lasse, desto öfter komme ich zu dem Schluss, dass es eben nur diese zwei Möglichkeiten gibt. Und damit nachher niemand behaupten kann, es wäre kein Brief angekommen, werden Philipp und ich heute den Brief bei der Post eingeschrieben aufgeben. Tja, reden half nicht viel, vielleicht bringt das Geschriebene mehr weiter. Ich habe aber keine Lust, mich jahrelang zu quälen, mit einem Job, der entweder über- oder unterfordernd ist, und der mir zudem gar keine Freude macht. Gerade spüre ich wieder so die Verzweiflung in mir hochsteigen. Aber dann ist da auch wieder das beruhigende Gefühl, dass ich hier im Moment in einem geschützten Rahmen, in der stationären Therapie bin.
Gerade rief mich Philipp an und fragte mich, ob er den Brief nicht doch per Mail an unseren Vorgesetzten weiterleiten solle. Mensch, das hatten wir doch gestern schon so ausgemacht, dass wir den Brief eingeschrieben aufgeben, und jetzt wollte er es doch wieder anders machen, ach, das treibt mich auch zur Verzweiflung!
Nächste Woche, also kommende Woche hat unsere Abteilung Klausur, da wäre mein Thema sicher ein guter Punkt für die Tagesordnung.
Ich habe Tränen in den Augen. Diese verdammte Angst, die Angst, vor negativen Reaktionen auf den Brief. Aber anders geht es nicht. - Es muss eine gute Lösung für alle Beteiligten geben. Trotz der Angst, ich muss/will es durchziehen und den Brief heute abschicken.
Mir kommen die Tränen, ich muss heulen. Finde es gut, dass sich alles lösen möchte und die Seele gereinigt wird.
Freitag, 26. Februar 2016
Brief an die Langeweile
Liebe Langeweile!
Wieso besuchst Du mich so gerne? Es gibt ja sicher noch andere Menschen, die Du mit Deiner Anwesenheit "erfreuen" kannst. Was soll oder kann ich von Dir lernen? Vielleicht, dass es auch mal schön ist, einfach nur da zu sitzen, und überhaupt nichts zu tun? - naja, irgendwie ein falscher Ansatz, denn, wie Du ja weißt, liebe Langeweile, bin ich ja im Arbeitsalltag auch desöfteren unterfordert. Also, ich werde aus Dir nicht schlau. Und trotzdem schaffe ich es dann doch immer irgendwie, Dich zu vertreiben. Aber nimm mir das bitte nicht übel. Du und ich, wir werden nie Freunde. Ach übrigens, Du musst Dich ja mies fühlen, und als Außenseiter, bzw. Außenseiterin, denn, wem ist schon gern langweilig? Ja ich weiß, ich habe auch kaum Freunde, aber das ist auch schon die einzige Gemeinsamkeit, die wir haben. Aber ich habe wenigstens jemanden, der mich bedingungslos liebt und den ich genau die selbe Liebe schenke, und das ist viel wert!
Zum Schluss würde ich es begrüßen, wenn Du mir in Zukunft nicht mehr so oft begegnen würdest.
Mit langweiligen Grüßen
Jacqueline
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